Gedankenwürmer
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Gedankenwurm #1 | Früher war alles besser

Heute ist Freitag und ich möchte versuchen, mal mindestens einmal im Monat einen Gedanken-Artikel zu schreiben über die Dinge, die mich in der letzten Zeit beschäftigt, bewegt oder aufgeregt haben.

Kunden aus der Hölle:
Ich liebe den gleichnamigen Blog über alle Maßen – wahrscheinlich, weil er gerade im Dienstleistungssektor viel zu oft der Wahrheit entspricht. Und es tut gut, zu wissen: Man ist mit diesen Bananen nicht allein. Es passiert auch anderen.
Auch ich habe mich in dieser Woche wahnsinnig über einen Kunden aufgeregt, der einen Flyer in Auftrag gab. Nach mehrerem Hin und Her bezüglich Korrekturen mit seiner Angestellten waren alle zufrieden. Schrieb zumindest die Angestellte, und zwar wortwörtlich. Zwei Wochen später trudelt eine Email des Kunden ein, in dem er schreibt, der Flyer würde jetzt zwar so verwendet werden weil keine Zeit mehr für weitere Korrekturen wäre, gefällt aber eigentlich nicht und überhaupt, es hätte alles viel zu lang gedauert. Äh… bitte?
Und da war es wieder – das Gefühl, dass früher, während der Schulzeit, irgendwie alles besser war.

Ne, warte mal… Schule?
Wenn ich so darüber nachdenke, nehme ich mein Schul-Statement von eben lieber wieder zurück. Schule war die Hölle für mich: Inkompetente, lustlose Lehrer, die versucht haben, einem Haufen hyperaktiver, vor sich hin pupertierender Bratzen nutzloses Wissen einzubläuen.

Dennoch war auch Schule in diesen zwei Wochen ab und an mal Thema bei mir. Hauptgrund dafür ist dieses furchtbar heiße Wetter – ich bin ja sowieso eher ein Herbstmensch, aber wenn selbst Sonnenfanatiker nach Schatten schreien, muss die Hitzewelle aktuell echt übertrieben sein. In diesem Sinne hatten wir alle unsere Handys gezückt und unsere verschiedenen Wetter-Apps angeschmissen, um dann festzustellen, dass jede App sowieso was völlig anderes prognostiziert. Da fiel mir dann auch meine Schulzeit ein, und ich dachte an einen meiner ehemaligen Lieblingslehrer, der Erdkunde unterrichtete. Gleichzeitig war er aber auch bei der Stadt angestellt und, wie wir hier so schön sagen, „machte das Wetter“, also die Wettervorhersage für einige Zeitungen. Wir liebten es, in den Pausen und Freistunden in seinem urigen Büro zu hocken und zu rauchen seinen fabelhaftem Wissen zu lauschen. Und seine Vorhersagen damals haben irgendwie deutlich öfter gestimmt. Ist euch das auch schon aufgefallen?

Autofahren aktuell:
Was mich momentan auch ständig auf die Palme bringt, sind die Idioten im Straßenverkehr. Ich kann mich nicht dran erinnern, dass es vor dem Corona-Lockdown (während dem es beinahe schon ein Segen war, Auto zu fahren) auch schon so unterirdisch auf Deutschlands Straßen zuging. Aber ja, unsereins hat die Vergangenheit – also das letzte halbe Jahr – oft rosiger in Erinnerung, als sie dann tatsächlich war.
Trotzdem, dass Leute plötzlich und ohne Vorwarnung auf der Landstraße von 100 auf 30 km/h abbremsen, weil ihnen plötzlich auffällt, dass die Sonne scheint und sie zufälligerweise ein Cabrio fahren, das Dach aber natürlich bei voller Fahrt nicht öffnen können – das war mir neu. Und solche Leute hatte ich an einem einzigen Tag DREIMAL vor mir, wobei ich fairerweise dazu noch sagen muss, dass eine dieser AutofahrerINNEN nicht auf der Landstraße, sondern in der Einfahrt zum Kreisverkehr seelenruhig stehen blieb und solange wartete, bis das Verdeck im protzigen Hintern ihres Benz versenkt war. Mitten im Berufsverkehr. Mit mindestens zwei Dutzend gestauter Autos am Arsch.
Da war dann sogar ich sprachlos.

Lesen, lesen, lesen:
Ansonsten nutze ich momentan meine Freizeit aktuell nur für Hundi, Lesen und den Blog. Ich glaube aber, dass ich mein Lesepensum in diesem Monat trotzdem nicht ganz schaffen werde, weil ich viel zu lange an diesem elendigen Throne of Glass-Büchern hänge. Ich versuche verzweifelt, die Bücher gut zu finden, aber ich quäle mich da momentan echt durch, und ich möchte mich dem Buch dann auch nicht länger als ein paar Seiten am Abend aussetzen. Wahrscheinlich werde ich jetzt nach Band 4 sowieso erstmal Pause mit dieser Story machen, bevor ich mich selbst geißeln muss.
Ich bin dafür richtig gespannt auf mein nächstes Buch: „Die Saat des Weißen Drachen“ von Uwe Eckardt. Ich habe schon ewig kein deutsches Fantasy-Buch mehr gelesen und das Buch ist größtenteils fantastisch bewertet. Natürlich werde ich dazu auch zu gegebener Zeit eine Rezension schreiben.

Bleibt cool,
bis dahin
Tina

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