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Rezension | „Drachenhaut“ – Stahldrache 01 – McLaughlin & Anderle

Rezension - Cover zu Drachenhaut - Stahldrache Buch 01

Allgemeine Info zum Buch:

Titel (engl. orig.): Steel Dragons Series Book 01
Autor/in: Kevin McLaughlin & Michael T. Anderle
übersetzt von: 4media Verlag GmbH
in DE erschienen:  2020
Verlag: LMBPN Disruptive Imagination
ISBN: 978-1642027235
Seitenanzahl: 280

Wertung:

Meine Bewertung: 3,5/5

Cooles, kurzweiliges Buch mit sympathischen, ehrlichen Charakteren, vielen Beleidigungen und wenig Schnickschnack.

Klappentext:

Drachen beherrschen die Geschicke der Welt seit Jahrtausenden.

Ihre Klauen stecken in jedem Aspekt des menschlichen Lebens, von der Regierung bis zur Industrie, manchmal offen, manchmal verdeckt. Aber Kristen Hall ist dabei, einen Schraubenschlüssel in das ganze System zu werfen.

Denn sie ist auch ein Drache. Sie weiß es nur noch nicht. Ein Drache, der von Menschen aufgezogen wurde, in der Welt der Menschen, mit menschlichen Werten.

Nach ihrem Abschluss an der Polizeiakademie wurde sie direkt in die Reihen der Spezialeinheit SWAT der Detroiter Polizei versetzt. Eine Anfängerin bei SWAT? Das kam bisher noch nie vor. Aber was die Drachen wollen, bekommen sie.

Die Gründe für ihre Machenschaften werden klar, als ihre Drachenkräfte langsam an die Oberfläche kommen.

Wird sich Kristen den Herausforderungen ihres neuen Lebens stellen? Welche Pläne haben die Drachen für ihre Zukunft? Und vielleicht die mysteriöseste Frage von allen - wie ist sie ein Drache mit menschlichen Eltern geworden?

Rezension & Fazit:

Auch über "Drachenhaut - Stahldrache Buch 01" bin ich über die "Andere Kunden kauften auch"-Rubrik bei Amazon gestoßen. Da es relativ neu erschienen und zudem nur von einem kleinen Verlag ist, hat das Buch auch noch nicht allzu viele Rezensionen und Bewertungen erhalten - da die vorhandenen aber größenteils gut bis sehr gut ausgefallen sind, dachte ich mir, ich kann mit diesem Buch wenig falsch machen.

Nun, was soll ich sagen - Ich habe dieses Buch an einem Tag durchgelesen. Gut, hat nur 280 Seiten, aber es hat sich einfach so gut und flüssig gelesen, nicht besonders tiefgängig, aber ohne nervötende Längen dazwischen - einfach eine gute, runde Story.

Ich DENKE, wir befinden uns zeittechnisch gesehen in unserer Gegenwart. Die Geschicke der Welt werden jedoch von Drachen gelenkt, was selbstredend für andere Spezies wahrscheinlich nicht immer gut ausfällt. Rassismus gibt's eben überall.

Ich lerne Kristen Hall kennen, eine rothaarige Schönheit mit einer göttlich großen Klappe, die nach ihrer Ausbildung direkt in die SWAT-Abteilung der Detroiter Polizei versetzt wird. Davon sind ihre neuen Arbeitskollegen wenig begeistert - doch da ihre Versetzung direkt von oberster "Drachen"-Stelle kommt, müssen alle Beteiligten irgendwie damit klarkommen.

Kristen als Hauptprotagonistin ist für mich ein Volltreffer. Im Gegensatz zu anderen Hauptfiguren in diversen Büchern, denen eine rotzfreche Klappe nachgesagt wird (kommt schon, ihr wisst, wen ich meine...), hat Kristen tatsächlich eine. Und die benutzt sie schamlos. Das macht sie für mich zu einem charmanten Hauptcharakter, dem ich gerne durch die Story gefolgt bin. Aber auch die anderen Charaktere kommen gut und glaubwürdig rüber. Natürlich bin ich hier wieder ein Fan der größten Pissnelke von allen, Jonesy, aber auch Butters und Drew mag ich ganz gerne.

So beginnt Kristen also, die ja blutige Anfängerin im harten SWAT-Alltag ist, mit ihrem Team zu trainieren, sich nach und nach Respekt zu verschaffen und sogar so etwas wie zaghafte, aber sehr ruppige Freundschaften zu ihren Kollegen zu knüpfen.

Bis die gesamte SWAT-Truppe eines Tages zu einem besonderen Einsatz gerufen wird und, als alle tief in der Scheiße sitzen, sich Kristen's Drachenkräfte endgültig Bahn brechen ... Diese Entwicklung war zwar keine allzu große Überraschung, war aber dennoch spannend und nachvollziehbar beschrieben.

Das Ende des Buches hat mir jedoch nicht so richtig gefallen wollen, es ist zwar passend und rund, aber als dann die Rede von einem speziellen Drachen-SWAT war, kam ich mir selbst irgendwie sehr kindisch und beschämt vor. Weiß auch nicht.

Mein größtes Problem mit diesem Buch war allerdings das fiktive Detroit an sich. Es wird kaum darauf eingegangen, ob die Drachen schon immer da waren, warum sie überhaupt kamen - es wird einfach als selbstverständlich abgetan, als wüssten wir eigentlich alle, worum es denn hier so geht.
Und: Die Zwerge haben Kanada!
Während dem gesamten Buch liest man eigentlich immer nur von den Drachen und gelegentlich von Pixies, aber als dann plötzlich noch die Sache mit den Kanada-Zwergen beiläufig erwähnt wurde, war ich dann doch etwas verwirrt. Wie viele Fantasy-Wesen gibt's denn jetzt in diesem Detroit? Gibt's auch Einhörner? Und was wird nun aus Kanada ...?

Alles in allem fand ich "Drachenhaut" aber ein gutes Buch, dass man mal schnell zwischendurch weglesen konnte. Ich werde definitiv den zweiten Band kaufen.

Bis dahin,
Tina

 

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