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Lesemonat | August 2020

In diesem Monat werde ich mein selbst auferlegtes Pensum wohl leider nicht schaffen.
Der Grund: diese verfluchten Throne of Glass-Bücher.

Nachdem ich im Juli den ersten Teil beendet und für schlecht befunden hatte, wurde mir geraten, nochmal weiterzulesen, die Bücher würden deutlich besser werden. Jetzt habe ich mich bereits den halben August mit Teil 2 und 3 herumgequält, die für mich mindestens genauso furchtbar wie Teil 1 waren. Zum jetzigen Zeitpunkt lese ich Band 4, und hier ist es tatsächlich passiert: ich finde Celaena/Aelin gerade nicht zum Kotzen, stattdessen huste ich nur noch kleine Bröckchen. Mal schauen, was daraus noch wird.

Weiterhin wollte ich im August 2020 noch „Die Saat des weißen Drachen“ von Uwe Eckardt lesen – mal wieder ein deutsches Fantasy-Buch. Ich habe seit Ewigkeiten kein deutsches Buch mehr gelesen und erhoffe mir viel davon.
(Update: Hier geht’s zur Rezension von „Die Saat des weißen Drachen“)

Das Fantasy-Buch „Die rebellische Schwester: Unzähmbare Liv Beaufont Band 1“ von Sarah Noffke und Michael Anderle werde ich wohl mit in den September übernehmen. Auch hier mal wieder ein weiblicher Charakter mit großer Klappe und toughem Auftreten – mal schauen, wie sich Liv gegen Celaena Sardothien und Mia Covere so schlagen wird. Ich liebe dich, Mia.
(Update: Hier geht’s zur Rezension von „Liv Beaufont Buch 1- Die rebelllische Schwester“

Was sind eure Bücher im August, was habt ihr so gelesen?

Bis dahin,
Tina

Buchfavorit 2020: Nevernight-Triologie von Jay Kristoff

Mein Lieblings-Buch 2020

Das Jahr 2020 ist noch nicht einmal vorbei, da habe ich schon definitiv meinen diesjährigen Buch-Favoriten festgemacht. Kurzum:

Es handelt sich um die Nevernight-Triologie von Jay Kristoff.

Ich gebe zu – als ich mir das Buch gekauft hatte und gierig anfing zu lesen, war ich erst einmal super enttäuscht. Das ging sogar so weit, dass ich mich bei meinem Mann deswegen regelrecht ausgeheult habe. Das Buch ist meiner bescheidenen Meinung nach anfangs dermaßen dämlich geschrieben, dass ich das Buch bereits ab der vierten Seite erst einmal weglegen und tief durchatmen musste.

Dann musste ich wegen einiger Untersuchungen über Nacht ins Krankenhaus (nein, kein Corona, sorry) und nahm aus Mangel an Alternativen dieses Buch mit.
Nachdem ich dann erfolglos versucht habe, mich vor Gesprächen mit meinen über 80jährigen Zimmernachbarinnen zu drücken, habe ich mir quasi aus der Not heraus und voller Verzweiflung das Buch vor die Nase gehalten und wider Willen gelesen. Und siehe da – ich habe Teil 1 des Buches mit knapp 700 Seiten innerhalb dieses etwa 28-stündigen Krankenhausaufenthaltes komplett durchgelesen.
Kaum zuhause, habe ich mir direkt Teil 2 und 3 besorgt und innerhalb weniger Tage durchgelesen. Und die Reihe jedem weiterempfohlen, den ich kenne (und der über 18 Jahre alt ist… meine Güte, die Sexszenen sind so detailliert, dass sogar ich bis zu den Haarwurzeln errötet bin…).

In der „Nevernight“-Triologie lernen wir Mia Covere kennen – ein Mädchen, dass zur Assassinin ausgebildet wurde, raucht, flucht, pissnelkig ist wie die Hölle … und das war für mich absolut erfrischend, denn ich kann mit Schmusi-Schmusi und Träumereien so gut wie nichts anfangen. Die Welt, in der Mia’s Geschichte spielt, ist authentisch und gut durchdacht – laut Aussage des Authors hat dieser 3 Jahre damit zugebracht, die fiktive Republik Itreya und deren ungewöhnlichen Zyklus auszugestalten.

Wenn ich an diesem Buch – abgesehen vom Anfang – noch irgendetwas zu bemängeln hätte, wäre es nur eines: das Ende der Triologie. Ich will nicht zuviel verraten, aber … #teamtric.
Selbstverständlich wird auch hier zu gegebener Zeit eine eigene Rezension folgen.

Bis dahin,
Tina

Rezension - Cover zu Drachenhaut - Stahldrache Buch 01

Rezension | „Drachenhaut“ – Stahldrache 01 – McLaughlin & Anderle

Allgemeine Info zum Buch:

Titel (engl. orig.): Steel Dragons Series Book 01
Autor/in: Kevin McLaughlin & Michael T. Anderle
übersetzt von: 4media Verlag GmbH
in DE erschienen:  2020
Verlag: LMBPN Disruptive Imagination
ISBN: 978-1642027235
Seitenanzahl: 280

Wertung:

Meine Bewertung: 3,5/5

Cooles, kurzweiliges Buch mit sympathischen, ehrlichen Charakteren, vielen Beleidigungen und wenig Schnickschnack.

Klappentext:

Drachen beherrschen die Geschicke der Welt seit Jahrtausenden.

Ihre Klauen stecken in jedem Aspekt des menschlichen Lebens, von der Regierung bis zur Industrie, manchmal offen, manchmal verdeckt. Aber Kristen Hall ist dabei, einen Schraubenschlüssel in das ganze System zu werfen.

Denn sie ist auch ein Drache. Sie weiß es nur noch nicht. Ein Drache, der von Menschen aufgezogen wurde, in der Welt der Menschen, mit menschlichen Werten.

Nach ihrem Abschluss an der Polizeiakademie wurde sie direkt in die Reihen der Spezialeinheit SWAT der Detroiter Polizei versetzt. Eine Anfängerin bei SWAT? Das kam bisher noch nie vor. Aber was die Drachen wollen, bekommen sie.

Die Gründe für ihre Machenschaften werden klar, als ihre Drachenkräfte langsam an die Oberfläche kommen.

Wird sich Kristen den Herausforderungen ihres neuen Lebens stellen? Welche Pläne haben die Drachen für ihre Zukunft? Und vielleicht die mysteriöseste Frage von allen - wie ist sie ein Drache mit menschlichen Eltern geworden?

Rezension & Fazit:

Auch über "Drachenhaut - Stahldrache Buch 01" bin ich über die "Andere Kunden kauften auch"-Rubrik bei Amazon gestoßen. Da es relativ neu erschienen und zudem nur von einem kleinen Verlag ist, hat das Buch auch noch nicht allzu viele Rezensionen und Bewertungen erhalten - da die vorhandenen aber größenteils gut bis sehr gut ausgefallen sind, dachte ich mir, ich kann mit diesem Buch wenig falsch machen.

Nun, was soll ich sagen - Ich habe dieses Buch an einem Tag durchgelesen. Gut, hat nur 280 Seiten, aber es hat sich einfach so gut und flüssig gelesen, nicht besonders tiefgängig, aber ohne nervötende Längen dazwischen - einfach eine gute, runde Story.

Ich DENKE, wir befinden uns zeittechnisch gesehen in unserer Gegenwart. Die Geschicke der Welt werden jedoch von Drachen gelenkt, was selbstredend für andere Spezies wahrscheinlich nicht immer gut ausfällt. Rassismus gibt's eben überall.

Ich lerne Kristen Hall kennen, eine rothaarige Schönheit mit einer göttlich großen Klappe, die nach ihrer Ausbildung direkt in die SWAT-Abteilung der Detroiter Polizei versetzt wird. Davon sind ihre neuen Arbeitskollegen wenig begeistert - doch da ihre Versetzung direkt von oberster "Drachen"-Stelle kommt, müssen alle Beteiligten irgendwie damit klarkommen.

Kristen als Hauptprotagonistin ist für mich ein Volltreffer. Im Gegensatz zu anderen Hauptfiguren in diversen Büchern, denen eine rotzfreche Klappe nachgesagt wird (kommt schon, ihr wisst, wen ich meine...), hat Kristen tatsächlich eine. Und die benutzt sie schamlos. Das macht sie für mich zu einem charmanten Hauptcharakter, dem ich gerne durch die Story gefolgt bin. Aber auch die anderen Charaktere kommen gut und glaubwürdig rüber. Natürlich bin ich hier wieder ein Fan der größten Pissnelke von allen, Jonesy, aber auch Butters und Drew mag ich ganz gerne.

So beginnt Kristen also, die ja blutige Anfängerin im harten SWAT-Alltag ist, mit ihrem Team zu trainieren, sich nach und nach Respekt zu verschaffen und sogar so etwas wie zaghafte, aber sehr ruppige Freundschaften zu ihren Kollegen zu knüpfen.

Bis die gesamte SWAT-Truppe eines Tages zu einem besonderen Einsatz gerufen wird und, als alle tief in der Scheiße sitzen, sich Kristen's Drachenkräfte endgültig Bahn brechen ... Diese Entwicklung war zwar keine allzu große Überraschung, war aber dennoch spannend und nachvollziehbar beschrieben.

Das Ende des Buches hat mir jedoch nicht so richtig gefallen wollen, es ist zwar passend und rund, aber als dann die Rede von einem speziellen Drachen-SWAT war, kam ich mir selbst irgendwie sehr kindisch und beschämt vor. Weiß auch nicht.

Mein größtes Problem mit diesem Buch war allerdings das fiktive Detroit an sich. Es wird kaum darauf eingegangen, ob die Drachen schon immer da waren, warum sie überhaupt kamen - es wird einfach als selbstverständlich abgetan, als wüssten wir eigentlich alle, worum es denn hier so geht.
Und: Die Zwerge haben Kanada!
Während dem gesamten Buch liest man eigentlich immer nur von den Drachen und gelegentlich von Pixies, aber als dann plötzlich noch die Sache mit den Kanada-Zwergen beiläufig erwähnt wurde, war ich dann doch etwas verwirrt. Wie viele Fantasy-Wesen gibt's denn jetzt in diesem Detroit? Gibt's auch Einhörner? Und was wird nun aus Kanada ...?

Alles in allem fand ich "Drachenhaut" aber ein gutes Buch, dass man mal schnell zwischendurch weglesen konnte. Ich werde definitiv den zweiten Band kaufen.

Bis dahin,
Tina

 

Gedankenwurm #1 | Früher war alles besser

Heute ist Freitag und ich möchte versuchen, mal mindestens einmal im Monat einen Gedanken-Artikel zu schreiben über die Dinge, die mich in der letzten Zeit beschäftigt, bewegt oder aufgeregt haben.

Kunden aus der Hölle:
Ich liebe den gleichnamigen Blog über alle Maßen – wahrscheinlich, weil er gerade im Dienstleistungssektor viel zu oft der Wahrheit entspricht. Und es tut gut, zu wissen: Man ist mit diesen Bananen nicht allein. Es passiert auch anderen.
Auch ich habe mich in dieser Woche wahnsinnig über einen Kunden aufgeregt, der einen Flyer in Auftrag gab. Nach mehrerem Hin und Her bezüglich Korrekturen mit seiner Angestellten waren alle zufrieden. Schrieb zumindest die Angestellte, und zwar wortwörtlich. Zwei Wochen später trudelt eine Email des Kunden ein, in dem er schreibt, der Flyer würde jetzt zwar so verwendet werden weil keine Zeit mehr für weitere Korrekturen wäre, gefällt aber eigentlich nicht und überhaupt, es hätte alles viel zu lang gedauert. Äh… bitte?
Und da war es wieder – das Gefühl, dass früher, während der Schulzeit, irgendwie alles besser war.

Ne, warte mal… Schule?
Wenn ich so darüber nachdenke, nehme ich mein Schul-Statement von eben lieber wieder zurück. Schule war die Hölle für mich: Inkompetente, lustlose Lehrer, die versucht haben, einem Haufen hyperaktiver, vor sich hin pupertierender Bratzen nutzloses Wissen einzubläuen.

Dennoch war auch Schule in diesen zwei Wochen ab und an mal Thema bei mir. Hauptgrund dafür ist dieses furchtbar heiße Wetter – ich bin ja sowieso eher ein Herbstmensch, aber wenn selbst Sonnenfanatiker nach Schatten schreien, muss die Hitzewelle aktuell echt übertrieben sein. In diesem Sinne hatten wir alle unsere Handys gezückt und unsere verschiedenen Wetter-Apps angeschmissen, um dann festzustellen, dass jede App sowieso was völlig anderes prognostiziert. Da fiel mir dann auch meine Schulzeit ein, und ich dachte an einen meiner ehemaligen Lieblingslehrer, der Erdkunde unterrichtete. Gleichzeitig war er aber auch bei der Stadt angestellt und, wie wir hier so schön sagen, „machte das Wetter“, also die Wettervorhersage für einige Zeitungen. Wir liebten es, in den Pausen und Freistunden in seinem urigen Büro zu hocken und zu rauchen seinen fabelhaftem Wissen zu lauschen. Und seine Vorhersagen damals haben irgendwie deutlich öfter gestimmt. Ist euch das auch schon aufgefallen?

Autofahren aktuell:
Was mich momentan auch ständig auf die Palme bringt, sind die Idioten im Straßenverkehr. Ich kann mich nicht dran erinnern, dass es vor dem Corona-Lockdown (während dem es beinahe schon ein Segen war, Auto zu fahren) auch schon so unterirdisch auf Deutschlands Straßen zuging. Aber ja, unsereins hat die Vergangenheit – also das letzte halbe Jahr – oft rosiger in Erinnerung, als sie dann tatsächlich war.
Trotzdem, dass Leute plötzlich und ohne Vorwarnung auf der Landstraße von 100 auf 30 km/h abbremsen, weil ihnen plötzlich auffällt, dass die Sonne scheint und sie zufälligerweise ein Cabrio fahren, das Dach aber natürlich bei voller Fahrt nicht öffnen können – das war mir neu. Und solche Leute hatte ich an einem einzigen Tag DREIMAL vor mir, wobei ich fairerweise dazu noch sagen muss, dass eine dieser AutofahrerINNEN nicht auf der Landstraße, sondern in der Einfahrt zum Kreisverkehr seelenruhig stehen blieb und solange wartete, bis das Verdeck im protzigen Hintern ihres Benz versenkt war. Mitten im Berufsverkehr. Mit mindestens zwei Dutzend gestauter Autos am Arsch.
Da war dann sogar ich sprachlos.

Lesen, lesen, lesen:
Ansonsten nutze ich momentan meine Freizeit aktuell nur für Hundi, Lesen und den Blog. Ich glaube aber, dass ich mein Lesepensum in diesem Monat trotzdem nicht ganz schaffen werde, weil ich viel zu lange an diesem elendigen Throne of Glass-Büchern hänge. Ich versuche verzweifelt, die Bücher gut zu finden, aber ich quäle mich da momentan echt durch, und ich möchte mich dem Buch dann auch nicht länger als ein paar Seiten am Abend aussetzen. Wahrscheinlich werde ich jetzt nach Band 4 sowieso erstmal Pause mit dieser Story machen, bevor ich mich selbst geißeln muss.
Ich bin dafür richtig gespannt auf mein nächstes Buch: „Die Saat des Weißen Drachen“ von Uwe Eckardt. Ich habe schon ewig kein deutsches Fantasy-Buch mehr gelesen und das Buch ist größtenteils fantastisch bewertet. Natürlich werde ich dazu auch zu gegebener Zeit eine Rezension schreiben.

Bleibt cool,
bis dahin
Tina

Buch-Rezension Throne of Glass - Das Cover

Rezension | Throne of Glass – „Die Erwählte“ – Sarah J. Maas

Allgemeine Info zum Buch:

Originaltitel: Throne of Glass
Autor/in: Sarah J. Maas
übersetzt von: Ilse Layer
Umschlagkonzept: Balk & Brumshagen
Umschlaggestaltung: talexi
in DE erschienen:  2013
Verlag: dtv
ISBN: 978-3423760782
Seitenanzahl: 495

Wertung:

Meine Bewertung: 1,5/5

Eine gar nicht so faszinierende Saga über eine nervtötende Bratze, die eine an sich trotzdem ganz nette Hintergrundstory mit ihrem Gehabe vollkommen ruiniert.

Klappentext:

Zwei Männer lieben sie.
Das gesamte Land fürchtet sie.
Nur sie kann das Königreich retten.

Celaena Sardothien ist jung, schön und zum Tode verurteilt.
Doch dann erhält sie eine letzte Chance: Kronprinz Dorian hat sie dazu auserkoren, in einem tödlichen Wettkampf für ihn zu kämpfen.
Gewinnt sie, erhält sie ihre Freiheit zurück.
Verliert sie, bezahlt sie mit ihrem Leben ...

Die faszinierende Saga beginnt.

Rezension & Fazit:

Zuallererst: Vielleicht bin ich ja einfach schon zu alt für die "Throne of Glass"-Bücherreihe. Vielleicht bin ich zu abgestumpft, habe zu wenig Fantasie, vielleicht bin auch zu "klug" (dazu später mehr...).

Mir wurde das Buch bei Amazon unter "Andere Kunden kauften auch" aufgeführt und neugierig klickte ich drauf. Das Buch wird dort mit 4,5 Sternen bei knapp 330 Rezensionen (Stand: August 2020) bewertet, das Thema einer jungen Assassinin in einer Welt voller Magie (naja, zumindest theoretisch vorhanden) hat mich sehr angesprochen, vor allem da ich kurz vorher die "Nevernight"-Triologie von Jay Kristoff gelesen hatte und entsprechend auf Frauen-Krawall gebürstet war. Das Cover-Bild fand ich geil. Was konnte da also schon schiefgehen?

Nun, eh... irgendwie fast alles. "Throne of Glass" ist überhaupt nicht nach meinem Geschmack.

Wir befinden uns in der fiktiven Welt Erilea, genauer im Königreich Ardalan. Hier herrscht ein tyrannischer König, der die Magie verboten hat - aber sich selbst drumherum mogelt und so langsam, aber sicher den gesamten Kontinent besetzt. Klingt ganz gut soweit.
Für mich lebt eine Geschichte aber neben einer gut durchdachten Welt vor allem durch glaubwürdige Charaktere. In diesem Buch wurde mir Celaena Sardothien vorgesetzt - eine unfassbar eingebildete, undankbare, sich selbst beweihräuchernde kleine Bratze, die aus einem mir absolut nicht erkennbaren Grund für jedermann sofort den Mittelpunkt der Welt darstellt. Mir ist klar, dass der Charakter als arrogant dargestellt werden SOLL (schließlich weist mich das Buch auch gefühlt alle zwei Seiten darauf hin), aber selbst als klassischer Anti-Held, mit dem ich trotz allen Macken sympathisieren soll, fällt Celaena für mich durch, denn sie verkörpert einfach alles, was ich an anderen Menschen nicht leiden kann.

Wie auch immer, Celaena war einst die berüchtigste Assassinin Ardalans, wurde aber verraten und schmort nun seit einem Jahr in einem Sklavenlager vor sich hin. Das Buch beginnt mit Celaena's Rettung aus den Salzminen von Endovier durch Dorian, den Kronprinzen von Ardalan, der sie vor eine Wahl stellt: Würde sie bei einem Wettkampf um den Titel "Champion des Königs" seines Vaters gegen 23 andere Mitstreiter gewinnen, so würde sie ihre Freiheit nach 4 Jahren wiedergewinnen. Celaena willigt ein.

Gefühlt die ersten 3/4 des Buches drehen sich dann allerdings nur darum, dass Celaena sich im Schloß von Rifthold, der Hauptstadt Ardalans, breitmacht wie die Made im Speck, andere völlig grundlos anzickt und sich selbst im Spiegel betrachtet, während sie sich vielleicht, eventuell, ab und an und wenn sie Lust hat, ihrem Training widmet, bei dem es im Prinzip ja "nur" um ihr Leben geht.
Abgesehen von Celaena's Zickenterror widmet sich das Buch dann verstärkt ab der zweiten Hälfte des Buches einem dunklen Geheimnis, welches dem Schloß innewohnt.

Als dann einige der Wettkämpfer tot aufgefunden werden, versuchen Celaena, Dorian sowie Chaol, Captain der königlichen Leibwache, der Sache mehr oder weniger gemeinsam auf den Grund zu gehen. Nebenbei wirft sie sich dann aber auch noch Dorian an den Hals, der natürlich völlig hin und weg ist von ihrer Schönheit und ihrer "Klugheit".

Warum ich ständig auf dieser "Klugheit" herumreite? Dies war für mich der absolute Höhepunkt - oder eher Tiefpunkt -  dieses Buches. Wenn ich einem Charakter eine Fähigkeit oder ein Talent zuschreibe, dann muss dieser Charakter dieser Fähigkeit aber durch Taten gerecht werden, um glaubhaft zu sein. Es kann nicht sein, dass mir das Buch über die Gedanken anderer Protagonisten permanent vorschreibt, was ich von jemandem zu halten habe. Als ich dann irgendwo gelesen habe, dass Dorian Celaena für "schrecklich klug" hält, weil sie gerne Bücher liest, war das meine Buch kurz davor, im Müll zu landen. Mit zerrissenen Seiten und Biss-Spuren im Cover.
Selbst als Celaena Chaol beweisen soll, wie klug sie ist, indem sie einen Tatort inspiziert und anhand dessen den Tathergang rekonstruiert - warum auch immer - konnte ich persönlich nicht mehr als einen durchschnittlichen Intelligenzquotienten bei Celaena feststellen. Als Celaena dann den AUGENfresser dafür verantwortlich sieht, dass bei den Ermordeten die GEHIRNE fehlen, war ich mir dann nicht ganz sicher, ob vielleicht nicht Celeana das eigentliche Opfer des "Gehirnfressers" war. Und das bei der einzigen Handlung im gesamten Buch, an der man ein Minimum an Gehirn hätte brauchen können. Wortspiel 😛

Der nächste Punkt, der mich davon abhält, Celaena in irgendeiner Art und Weise ernst zu nehmen:  Von einer zum Töten ausgebildeten Assassinin erwarte ich, dass sie, wenn sie sauer auf jemanden ist, etwas kreativere Methoden auftischt als "Sie wollte ihm am liebsten die Augen auskratzen" ...

Das letzte Viertel des Buches, als es dann endlich zum Wettkampf kommt, ist für mich dann aber in Ordnung gewesen. Weg von diesem ewigen "Wie sehe ich aus? Welches Kleid ziehe ich an? Bin ich nicht schön?". Auch die Charaktere sind - abgesehen von Celaena - eigentlich ganz brauchbar, wobei meine Favoriten hier ganz klar Chaol, Nox und aus irgendeinem Grund der Augenfresser sind. Vielleicht sollte ich mir darüber Gedanken machen ...

Wie auch immer, auch laut Amazon geschriebenen Rezensionen kommt das Buch eigentlich gar nicht so gut weg, wie man aufgrund der Sterne-Bewertung dort meinen sollte. Aber hier wird versprochen, der zweite Band wäre deutlich besser. Ich lass' mich mal überraschen. (Update: Fake-News! Der zweite Teil von Throne of Glass ist mindestens genauso furchtbar!)

Bis dahin,
Tina

 

 

 

Mein Lieblings-Buch 2019

Vielleicht ein wenig spät, aber ein paar Themen möchte ich gerne doch noch aufarbeiten, auch wenn mein Blog erst im August 2020 anlief 🙂 Und zwar handelt es sich hier um meine Lieblingsbücher, die ich in dieser Kategorie noch einmal gesondert vorstellen möchte.
Bei all den Büchern, die ich im Jahr 2019 gelesen habe, hat mich eine Buchreihe besonders gefesselt – und zwar so sehr, dass ich die Triologie bereits jetzt schon mehrere Male durchgelesen habe.

Es handelt sich um die Angelfall-Triologie von Susan Ee.

Diese Bücherreihe hat für mich einfach alles, was ich in einem guten Buch sehen will – die Apokalypse, Mord- und Totschlag, Chaos in der Welt (ja, da steh‘ ich drauf, ich bin halt so!) – und dazwischen Penryn Young, die eigentlich einfach nur ihre Familie schützen will und unfreiwillig in Geschehnisse mit einbezogen wird, die so viel größer sind als sie selbst.

Ich habe die Bücher sowohl in der englischen Originalfassung als auch in Deutsch gelesen. Selbst die deutsche Übersetzung von Kathrin Wolf ist einfach perfekt.

Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen, der auf Urban Fantasy (allerdings ohne großartige Magie-Spektakel), Apokalypse & Survival und vielleicht sogar ein bisschen Horror steht. Selbst die Liebesgeschichte ist so dezent eingearbeitet, dass sie niemals aufdringlich oder unecht wirkt.

Natürlich werde ich zu gegebener Zeit hier nochmal eine Rezension zu jedem einzelnen Buch dieser großartigen Triologie schreiben.
Bleibt gespannt!

Bis dahin,
Tina

Lesemonat | Juli 2020

Mein erstes beendetes Buch im Juli war „Das Gold der Krähen“ von Leigh Bardugo, dem Nachfolgeband zu „Das Lied der Krähen“ (das hatte ich bereits im Juni noch gelesen, deswegen gehört der erste Teil hier theoretisch eigentlich nicht hin. Aber wollen wir mal nicht so sein).
Diese beiden Bücher gehören auch wieder in die Fantasy-Ecke, und ich fand sie eigentlich ganz in Ordnung. Der Hauptcharakter Kaz Brekker ist zugegebenermaßen ein Arsch – manchmal konnte ich mit ihm sympathisieren, meistens wollte ich ihn erschlagen. Aber was man diesem Protagonisten lassen musste: seine Pläne waren genial. Auch die anderen Charaktere, die allesamt neben der eigentlichen Geschichte mit ihren ganz persönlichen Problemen zu kämpfen hatten, waren für mich  authentisch und greifbar, obwohl sie so gesehen alle in die „Schlitzohr“-Ecke gehören. Die Stadt Ketterdam, in der in beiden Büchern ein Großteil der Geschichte spielt, konnte ich mir unglaublich gut vorstellen. Kurzum: ein gutes Buch, dass sich zwar ab und an gezogen hat – besonders die Stellen von Matthias – aber ich kann es trotzdem weiterempfehlen.
Für diese beiden Bücher plane ich auch, eine Rezension zu veröffentlichen.

Weiterhin habe ich mir „Die Abenteuer des Apollo 1: Das verborgene Orakel“ von Rick Riordan gegönnt. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich vorher nicht wusste, dass es sich hier um eine Art Spin-Off aus dem Percy Jackson-Universum handelte. Tatsächlich meide ich Bücher wie Harry Potter, Percy Jackson und wie sie alle heißen – bitte steinigt mich nicht dafür, aber ich konnte damit einfach nichts anfangen und habe auch nie den Hype darum verstanden.
Entsprechend konnte mich auch „Die Abenteuer des Apollo“ nicht vom Hocker reißen, auch wenn es von der Grundidee her gerade für Fans wohl vollkommen in Ordnung geht.

Als nächstes gab es „Throne of Glass 1 – Die Erwählte“ von Sarah J. Mass, ebenfalls ein Fantasy-Buch. Ich habe dazu bereits eine Rezension veröffentlicht, die, gelinde gesagt, katastrophal ausfiel. Ich kann den ganzen Hype um diese Bucher bisher nicht verstehen. Von der Welt bekomme ich in Band 1 kaum etwas mit, den Hauptcharakter finde ich unausstehlich und das Buch ist viel zu liebesschwurbelig für meinen Geschmack.
Da mir versprochen wurde, die anderen Teile wären besser, werde ich mir hier aber noch die Nachfolge-Bände gönnen.

Das letzte Buch im Juli war „Drachenhaut 01: Stahldrache“ von Kevin McLaughlin, welches ich in die Urban Fantasy-Ecke stecken würde. Das Buch scheint wohl ziemlich frisch auf dem Markt zu sein, sodass ich wohl eine der ersten bin, die darüber bereits eine Rezension verfasst haben. Ich mochte das Buch eigentlich ganz gern, die Hauptcharakter sind großkotzig und entsprechend charmant, die Story eigentlich ganz fesselnd (wenn auch vorhersehbar), und es liest sich gut und flüssig. Einziges Manko für mich ist, dass ich viel zu wenig von diesem fiktiven Detroit erfahre, aber vielleicht kommt das noch in einem späteren Band.

Das waren meine Bücher im Juli. Was habt ihr so gelesen, was könnt ihr empfehlen?

Bis dahin,
Tina

Lieblingsbuch 2018: Amani Triologie Alwyn Hamilton

Mein Lieblings-Buch 2018

Auch wenn 2018 natürlich schon ein bißchen zurückliegt, kann ich mich noch gut an meinen damaligen Favoriten erinnern. Während Teil 1 schon seit 2016 hier herumlag, habe ich Teil 2 und 3 erst in 2018 dazugekauft und lieben gelernt:

Meine liebsten Bücher in 2018 waren die der Amani-Triologie von Alwyn Hamilton.

Ich hatte den ersten Amani-Teil „Rebellin des Sandes“ wie gesagt schon vor Jahren im Buchhandel gesehen und das Cover hat mir so gut gefallen, dass ich zugelangt habe und mir das Buch damals selbst zum Geburtstag geschenkt habe.
Auch das Lesen ging wie Butter, aber enttäuscht hatte ich damals feststellen müssen: es gibt noch keine Nachfolgebände. Also landete das Buch im Regal und wurde vergessen.

Erst 2018 beim Aussortieren des Regals fiel mir das Buch wieder in die Hände, und ich fragte mich, was aus diesser Buchreihe eigentlich geworden war – und siehe da, die Triologie war nun komplett und ich habe mir binnen weniger Wochen die beiden Teile „Verräterin des Thrones“ und „Heldin des Morgenrots“ zu Gemüte geführt.

Alle drei Teile waren für mich durchgängig gut und überzeugten mich mit ihrem spannenden Genremix aus Wildem Westen / Orient / Magie. Amani, die Protagonistin der Bücher, war mir immer sympathisch; ein wenig frech, nicht zu gefühlsduselig, ziemlich mutig. Ihre und auch die Charakterentwicklung der anderen waren für mich absolut nachvollziehbar, und so hat Alwyn Hamilton zumindest für mich eine interessante, greifbare Geschichte geschrieben, die mir nachhaltig im Hinterkopf geblieben ist (allerdings reicht es nicht mehr für eine Rezension. Ich muss die Triologie demnächst erst wieder mal lesen, ist ja jetzt doch schon ein paar Jährchen her und ich bin – zumindest, was meine Erinnerungsleistung angeht – auch nicht mehr die Jüngste 😛 …)

Bis dahin,
Tina

Hallo, wer bin ich, was schnauze ich …

Hallo, ihr anderen Menschen!

Heute, an diesem furchtbar heißen Tag, zwischen Kochen, Wäsche, Hundefutter und beginnendem Gewitter entsteht mein allererster Blogpost auf FreiSchnauzen.

Vielleicht hätte ich das ganze für mich etwas feierlicher gestalten sollen. Wochenlang habe ich jetzt die Seite aufgesetzt, am Logo herumgebastelt und mich selber geohrfeigt – dafür, dass ich den Plan, einen Buch-Blog zu machen, zwar schon so lange habe, aber zu ignorant war, mir über die bis zur Fertigstellung des Blogs heute bereits fertig gelesenen Bücher irgendwelche Notizen zu machen. Ich habe zwar kein Problem, ein gutes Buch ein-, zwei- oder auch zehnmal durchzulesen (tatsächlich so geschehen mit verschiedenen Terry Pratchett-Büchern, ich bin da ein echt nerviges Fangirl), aber naja, eh… vielleicht nicht unbedingt, wenn ich das Buch erst vor zwei Wochen beendet habe.

Wie dem auch sei, in der Zeit der Planung und Umsetzung des Buch-Blogs habe ich aber gemerkt, dass ich eigentlich nicht nur über Bücher schreiben will, sondern zu jedem und allem, was mich interessiert, eine Meinung habe. Deshalb habe ich mich dann kurz vor knapp noch entschieden, einem weiteren Hobby von mir einen Platz einzuräumen: dem Fotografieren. Und wenn mich mal abseits dieser Themen irgendein Gedanke befällt, habe ich dafür die Gedankenwurm-Kategorie eingerichtet.
Das sind aber für mich erst einmal nur Nebenkategorien, die ich nur sporadisch befüllen möchte, wenn’s mir mal in den Fingern juckt. Oder eben im Gehirn.

Ich bin hier aber noch lange nicht fertig – zukünftig werde ich mich neben den eigentlichen Blogposts noch um den ganzen Social Media-Kram und Verlinkungen und Partnerschaften kümmern. Auch ist für die Zukunft eventuell noch eine Erweiterung des Blogs über Filme & Serien, Spiele und vielleicht sogar vegetarischem Essen geplant, aber das schiebe ich jetzt erstmal nach hinten, bis der Blog mit den bisherigen Themen einigermaßen gut gefüllt ist. Und dann überhaupt noch Zeit dafür ist.

Was habe ich der Welt zu sagen?

Hmm. Eigentlich nichts und trotzdem so vieles 🙂

Ich tausche mich gern kritisch über Bücher, Games, Filme und Serien aus und mag es, die Ansichten anderer Menschen zum jeweiligen Thema zu hören, um das Ganze dann auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten zu können.
Ich hoffe, dass ich dies hier mit meinem Blog erreichen kann, dass ich mich mit anderen Menschen über diese Themen austauschen kann, dass ich den ein oder anderen vielleicht mit meinen überzogenen Blogposts sogar zum Schmunzeln bringen kann.

Ehrlich gesagt, befallen mich aber aktuell ab und zu Zweifel, ob mein Schreibstil für manche Leser so in Ordnung geht. Ich war und bin noch nie ein netter Schmusemensch gewesen, und das zeigt sich eben auch an meiner Art zu schreiben. Gerade meine erste richtige Buch-Rezension über den ersten Teil der Fantasy-Buchreihe Throne of Glass, dessen Rohfassung ich vorhin fertig getippt habe, mag für manchen vielleicht nicht satirisch klingen, sondern eher … aggressiv? Angepisst? Okay, vielleicht war ich auch wirklich ein bißchen angepisst 😉
Aber, meine Güte, dieses Buch … wir sind wie Feuer und Wasser, meine Lieben. Feuer und Wasser.

Aber die eigentliche Frage hier lautet doch: Warum ist es für mich typisch, die freudige Eröffnung meines Blogs mit einer negativen Review anzufangen …?

Warum „frei schnauzen“, was soll’n das heißen?

Ich hätte meine Domain gerne „Frei Schnauze“ genannt, einfach weil der Name für meinem Blog, auf dem ich rücksichtslos einfach geradeheraus schreiben wollte, allzu passend war.  Tja, Überraschung, war leider vergeben. Ich wollte aber auch nicht auf die „XY reads“- oder „XY’s Buchregal“-Schiene gehen, diese Namen waren mir zu verträumt und schmusig. Ich wollte etwas Direktes, straight in the face.
Also – einfach das Substantiv ge-verbt und dann hat’s für mich irgendwie auch gepasst.

Wo soll’s noch hingehen?

Also, so im Stillen hoffe ich ja, dass ich meinen Schreibstil noch ausbauen kann, hier den ein oder anderen Gleichgesinnten treffe und mein allergrößtes Ziel in ferner Zukunft wäre tatsächlich, mal einen Buchentwurf zu lektorieren – die Erste zu sein, die ein neues Werk lesen und auseinandernehmen darf … (auch wenn meine Grammatik-Kenntnisse aus aktueller Sicht wahrscheinlich vollends scheiße sind, aber ich kann ja auch nichts dafür, dass die Regeln schneller gewechselt werden als die vollen Windeln meines Neffen).

Wie auch immer – ich hoffe, ihr habt Spaß hier,
nehmt nicht alles, was hier steht, so ganz ernst!

Bis dahin,
Tina